Vihara Ksitigarbha Bodhisattva: Die „Tausend Gesichter“ von Tanjungpinang
Am Stadtrand von Tanjungpinang stehen über 500 Arhat-Figuren aus Granit, jede mit eigenem Gesichtsausdruck – eines der ungewöhnlichsten religiösen Ziele auf Bintan.
In Tanjungpinang nennt man ihn meist Vihara Patung Seribu, den „Tempel der tausend Statuen“, oder Patung Seribu Wajah, „tausend Gesichter“. Offiziell heißt die buddhistische Anlage Vihara Ksitigarbha Bodhisattva. Sie liegt am Stadtrand im Gebiet, das Einheimische „Batu 14“ nennen, an der Straße in Richtung Kijang. Neben ihrer Funktion als Gebetsstätte gehört sie heute zu den meistbesuchten religiösen Sehenswürdigkeiten Bintans.
Nicht tausend, sondern über fünfhundert
Trotz des Spitznamens sind es tatsächlich etwas mehr als 500 Hauptfiguren. Sie stellen Lohan dar, auch Arhats genannt – Schüler des Buddha, die nach buddhistischer Lehre die Erleuchtung erlangt haben. Jede Statue ist aus Granit gehauen, etwa 1,7 bis 2 Meter hoch und wurde laut mehreren Quellen von Steinmetzen aus China gefertigt.
Was Besucher fasziniert, sind die Gesichter. Keine Figur gleicht der anderen: Manche lachen herzhaft, andere wirken nachdenklich, zornig oder verschmitzt. Jede trägt zudem eigene Attribute wie Stab, Glocke, Hut oder ein Tier. In langen, ordentlichen Reihen unter freiem Himmel aufgestellt, ergeben sie ein ausgesprochen eindrucksvolles Bild.
Was es zu sehen gibt
- Hunderte Arhat-Statuen in Reihen auf dem offenen Gelände.
- Eine große Figur des Ksitigarbha Bodhisattva, der dem Tempel seinen Namen gibt.
- Drei Bodhisattva-Figuren, darunter Guan Yin, sowie Dutzende weitere Gottheiten.
- Ein steinernes Tor mit Drachenreliefs und eine rote Pagode.
Verhalten beim Besuch
- Der Tempel ist ein aktiver Ort des Gebets – bitte leise sein.
- Angemessene Kleidung tragen.
- Nicht auf die Statuen klettern oder sich daraufsetzen; Opfergaben auf den Altären nicht berühren.
- Betenden Raum lassen und sie nicht aus nächster Nähe fotografieren.
Die Anlage ist vom Zentrum Tanjungpinangs gut mit Auto oder Taxi erreichbar. Da die Figuren im Freien stehen, empfehlen sich der Vormittag oder späte Nachmittag: Dann ist es weniger heiß und das Licht zum Fotografieren weicher.





